Autor: Stefan


hagebau startet virale Marketingmaschine für hagebau direkt

Knapp zwei Wochen nach dem Start des hagebau Online Shops startet hagebau direkt, das Joint Venture von hagebau und Otto, nun offenbar mit den ersten Werbekampagnen. Passend zum modernen Webauftritt geht auch hier gleich flott-modern und viral zur Sache: die TV-Spots mit der Identifikationsfigur Mike Krüger wurden gestern auf YouTube veröffentlicht. Unter dem vielversprechenden Benutzernamen “hagebaudirektTV“. Hier ein Beispiel:

Hagebau Direkt – TV-Spot auf YouTube

Die lustigen Spots eignen sich ja durchaus für die Verbreitung im Netz, und mit Mike Krüger als spassigem Hobby-Heimwerker haben sich die hagebauer auch ein gutes Zugpferd ausgesucht. Mal sehen, was da noch auf uns zukommt…

Ach ja, die Videos laufen – unter dem gleichen Benutzernamen – auch auf Sevenload. Sehr schön, die mag ich ohnehin lieber ;-)

 

Models im Doppelpack: Otto wirbt mit Tatjana Patitz und Eva Padberg

Der Otto Versand hat sich für den Titel des neuen Hauptkatalog Frühjahr/Sommer 2007 ein neues Gesicht geangelt – und sich dabei wieder für ein internationales Topmodel entschieden: Tatjana Patitz wird die Otto-Kunden in die “Saison des guten Gefühls” begleiten.
Das bisherige Titelmodel Eva Padberg bleibt den Kunden aber erhalten – im neuen Katalog wird Eva Padberg einen eigenen Einhefter mit dem Titel “Evas Favoriten” bekommen.

 

 

Und noch eine weitere junge Dame wird in Zukunft für Otto auf Blick- und Kundenfang gehen: mit der 25jährigen VIVA-Moderatorin Collien Fernandes will Otto in Zukunft im Hauptkatalog sowie auf www.otto.de für die Marke “Flashlights” werben.

Die gebürtige Hamburgerin hat schon als junges Mädchen für Otto posiert – sie war als 13jährige als Kindermodel für Otto im Einsatz.

Pressetexte:

 

Otto startet neuen Spezialkatalog: refashion

Der Hamburger Versandhändler Otto weitet mit einem neuen Titel sein Kataloggeschäft aus. Refashion soll vor allem Frauen zwischen 18 und 29 ansprechen, der Katalog soll alle vier bis sechs Wochen erscheinen und damit schneller als der Hauptkatalog (derzeit 3x im Jahr) auf Modetrends reagieren können bzw. selbst Trends setzen.

Im Gegensatz zum Magalog brandneu integriert Otto das Webangebot von refashion komplett in das bestehende Angebot von otto.de – auf grafische Spielereien wird also diesesmal verzichtet. Über die URL www.refashion.de landet man im Spezialkatalog-Bereich von otto.de, refashion-Artikel sind also ins Standardsortiment integriert.

Der Trend zu mehr Spezialkatalogen in höherer Frequenz, parallel zum “dicken” Hauptkatalog, geht also weiter. Beim Webangebot hat man diesesmal etwas gespart.

Mehr zum Thema:

 

Sqoops – Ein Shop wie ein Spiel

Vor einigen Wochen öffnete das deutsche Games-Portal sqoops.de seine Pforten. Das Hamburger StartUp, gegründet vom einstigen Datasave-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang von Krogh, setzt sich mit der neuen Plattform in mehreren Punkten deutlich von der einheimischen Konkurrenz ab. Ich habe sqoops.de in den letzten Tagen etwas genauer unter die Lupe genommen und werde darüber in mehreren Teilen berichten.

Den Anfang macht heute ein Artikel über die auffälligste Besonderheit von sqoops.de – die Benutzerführung und das Design. Weitere Themen dieser Serie werden die Redaktionsarbeit (Content), das Sortiment und die Community-Features sein. Nicht zuletzt werde ich mit einer Test-Bestellung prüfen, wie gut sqoops im Pflichtteil abschneidet – beim Kundenservice und in der Bestellabwicklung.

Augenfällig beim ersten Besuch von sqoops.de ist das aufwändige, ansprechende Design mit einem ungewöhnlichen, aber nicht unangenehmen Farbschema (lila-orange), sowie die neuartige, auf Flash-Technologie basierende Navigation: Spiele-Cover fliegen in einer Art rotierender Wolke über den Bildschirm und lassen sich mit dem Mauszeiger “einfangen”. “Ein Shop wie ein Spiel” – der Slogan passt. Und das Konzept passt zur Zielgruppe. Schwierigkeiten mit der Bedienung – ein häufiges Problem bei innovativen, flash-basierten Konzepten – dürfte es bei der anvisierten Zielgruppe wohl nicht geben. Ein Problem ist natürlich die schiere Größe der Seite, die einen Modem-Benutzer wohl in die Flucht schlagen dürfte. Aber welcher Playstation- oder PC Games-Freak surft schon mit weniger als DSL…

Besonders gefällt mir die Aufteilung der einzelnen Shop-Seiten in zwei Bereiche: im oberen Bereich, den Bildschirm ausfüllenden Bereich wird mit kräftigen Farben, der Flash-Wolke und Schiebereglern für Preis, Altersfreigabe und Bewertung die Navigation durch das Sortiment realisiert und der Besucher “eingefangen”. Rollt man nach unten, findet man den zweiten Bereich, in dem auf hellem Hintergrund und mit dezenterem Einsatz von Farbe, Flash und Bildern detailiert über ausgewählte Spiele und besondere Angebote berichtet wird.

Durch diese Zweiteilung gelingt es hervorragend, die optische opulente und ansprechende, aber weitgehend textfreie Flash-Welt mit der eher biederen, inhaltslastigen Text-Welt zu verbinden.

Sqoops überzeugt durch innovative Navigation, stimmiges Design und eine gute Verbindung von Flash und Text-Inhalten. Ob sich das auch auf die Benutzerführung (Usability) auswirkt, lesen Sie im zweiten Teil meiner kleinen Serie.

Sqoops-Echo in anderen Blogs:

Brandneu bei Otto

Das Hamburger Versandhaus Otto hat vor einigen Tagen eine neue Marke vorgestellt. Unter dem Namen “brandneu” bietet Otto mehr als 30 Premiummarken wie Miss Sixty, Hilfiger Denim, Cinque, Toni Gard, Calvin Klein Jeans oder Pringle an.

Dabei ließ Otto von der Hamburger Agentur McEmotion (einer McCann Erickson Tochter) ein völlig neues Konzept entwickeln: Die Printausgabe des brandneu-Katalogs ist eine – wie ich finde – gelungene Mischung aus Magazin und Katalog (man nennt das dann Magalog), in der Startausgabe konzentriert sich der Magazinteil auf das Thema Kapstadt, die Fotostrecken der Katalogartikel passen sich diesem Thema geschickt an. Letzteres dürfte nicht so schwer gefallen sein, werden doch Fotoshootings fast ausschließlich in Südafrika angesetzt.

Das Magalog-Konzept macht zunächst einmal einen stimmigen Eindruck, die hochwertigen Fotos passen gut zu den Premium-Marken der Artikel. Eine 879,- Euro-Tasche von La Martina will ja schliesslich auch dem Kaufpreis und der Zielgruppe entsprechend präsentiert werden.

Ungewohnt für den Kunden ist auf jeden Fall die Positionierung der Bestellnummern. Die findet man nicht etwa neben den angebotenen Artikeln, sonder im Stile eines Modemagazins im Index am Ende des Katalogs Magazins Magalogs.

Die Online-Ausgabe des brandneu-Magalogs (www.brandneu.de) orientiert sich sehr stark an der Printausgabe. Seitenweises Blättern steht hier eindeutig im Vordergrund, die Magalog-Seiten lassen sich einzeln als PDF herunterladen. Klickt man auf ein Artikelbild, so werden Detailinformationen in einem Inforahmen am rechten Bildrand gezeigt (mit Frame-Technik, leider nicht mit AJAX).

Eine Suchfunktion bietet die Seite nicht, aber immerhin eine Markenübersicht sowie die Möglichkeit, Artikelnummern aus der Printausgabe direkt einzugeben (hier viel mir dann auf, dass es die 879,- Euro-Tasche online nicht gibt – schade).

Kein Warenkorb

Anstelle eines Warenkorbs gibt es einen Merkzettel. Die erste Verwunderung über die Begriffswahl – ein Webshop ohne Warenkorb-Funktion? – wird durch ein Aha-Erlebnis abgelöst, wenn man vom Merkzettel aus die ausgewählten Artikel “in den Warenkorb” befördern möchte: Plötzlich ist es vorbei mit der innovativen Magalog-Ansicht, und man befindet sich auf der jedem Otto-Kunden vertrauten Warenkorb-Ansicht von - www.otto.de! Von brandneu ist plötzlich nichts mehr zu sehen, ein Klick auf einen Artikel im Warenkorb führt zu einer Detailansicht des Otto Webshops.

Shopfunktionen von otto.de genutzt

Tja, die Shopfunktionen hat sich Otto also erstmal gespart, man nutzt vorhandene Technik und nimmt den Bruch im Bestellablauf in kauf. Der Erfolg der Online-Ausgabe von brandneu wird zeigen, wie sich das auf die Conversion Rate auswirkt. Vielleicht integriert Otto die ganze Sache besser, wenn das Konzept von brandneu sich als Erfolg herausstellt.

Woot: Ein Tag – ein Produkt

Eigentlich ein sehr einfaches Geschäftsmodell: Man nehme an jedem Tag genau ein Produkt, und verkaufe es (günstig!), bis es ausverkauft ist. So machen es die Leute von woot!, und sie scheinen damit zunehmend Erfolg zu haben. Da fragt man sich doch, warum das noch keiner in Deutschland versucht – oder habe ich da bislang noch nichts von gehört?

Geschäftsmodell einordnen

Wie soll man dieses Geschäftsmodell nun einordnen? Es ist quasi das Gegenteil eines Universalversands. Oder die Steigerung des Tchibo-Konzepts (”Jeden Tag eine neue, kleine Welt”). Jedenfalls ein Modell, das nur im Internet einen Versuch wert sein dürfte – oder kann sich jemand einen Laden vorstellen, der mit einem einizigen Artikel vollgestellt ist, und mittags schließt, weils alles verkauft ist?

Kann das Modell erfolgreich funktionieren?

Ich würde sagen: im Prinzip ja, kommt darauf an, was als Erfolg bezeichnet. Mit einem Produkt pro Tag kann man sicher keine großen Umsätze erzielen – für einen professionellen Anbieter also eher eine Möglichkeit zum Abverkauf, als Ergänzung zu einem bestehenden Webshop oder einem Ladengeschäft.
Denkbar wäre das Modell auch als ein Einstieg ins Versandgeschäft – so wie bei woot! wird per Guerilla-Marketing erstmal eine Stammkundschaft aufgebaut, danach investiert man dann in die vorsichtige Verbreiterung der Produktpalette.

Warum noch nicht in Deutschland?

Ich nenne mal zwei Gründe:

a) Das Geschäftsmodell ist nicht geeignet, innerhalb vertretbarer Zeit zu einem Gewinn zu kommen.

b) Ein Blick auf die Geschäftsbedingungen von woot! zeigt schnell, dass es so in Deutschland nicht gehen würde. Woot! schliesst quasi jede Form von Rücklieferungen und Händlergarantien aus, was in Deutschland rechtlich nicht möglich wäre. In Deutschland kann bekanntlich jedes online gekaufte Produkt innerhalb 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden! Gerade solche Rücklieferungen würden in ein Single Product-Konzept aber ganz schlecht hinein passen – was soll man denn mit den zurückgelieferten Produkten anfangen?

Fazit: lieber nicht nachahmen!

woot! ist eine nette Idee, die vielen Medien eine Meldung wert ist und war. Ein valides Geschäftsmodell verbirgt sich meiner Einschätzung nach nicht dahinter. Wer in den USA lebt, kann hier trotzdem das eine oder andere Schnäppchen machen, denn die Angebote sind teilweise durchaus attraktiv.

Nachtrag (05.12.2005):

Deutlich euphorischer sieht Jochen Krisch von “Exciting Commerce” das woot!-Geschäftsmodell. Dieser Eintrag fasst seine bisherige Berichterstattung über woot! zusammen.

 

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