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Javari: Amazon greift Zalando und Mirapodo an

Amazon startet in Deutschland mit Javari sein nächstes Vertical im Fashion-Bereich – und legt sich nicht nur mit dem Einzelhandel (Deichmann & Co.), sondern auch mit den zwei in den Medien außerordentlich präsenten und in der Werbung aktiven Möchtegern-Platzhirschen, mirapodo und zalando.

Und hinter denen steckt ja nicht irgendwer – sondern die Samwers (zalando) und die Otto Group (mirapodo). Damit wird das Schuh-Segment also in Deutschland zu dem Schlachtfeld, auf dem sie erste große Runde im Kampf der Großen um die Marktanteile im E-Commerce so richtig entbrennt.

Zalando setzt dabei auf eine Seitenbewegung hin zum klassischen Versandhöndler und baut eine komplett eigene Logistik auf.

Otto versucht sich mit einem Schritt heraus aus der eigenen IT und betreibt mirapodo auf einer Demandware-Plattform – und das bei der Konzern-Tochter Baur und in direktem Wettbewerb zur Baur-Marke I’m walking.

Und Amazon bedient sich fleissig in der eigenen Service-Landschaft (inkl. Anmeldung mit dem Amazon Account), setzt aber auf eine frischere Optik – also nicht auf das Amazon-Einerlei – und punktet mit den eigentlichen Stärken des Weltmarktführers: der Logistik-Kompetenz. Kostenlose Lieferung am nächsten Tag, Lieferung in ganz Europa, kostenlose Rücksendung und – sauberer rechter Haken in Richtung mirapodo – 365 Tage Rückgaberecht. Hier geht es nicht um die schnelle Mark, sondern um die Vorherrschaft im deutschen Schuh-Handel.

Weitere Fashion-Segmente dürften folgen. Und wir dürfen gespannt sein, wer im Schuh-Dreikampf als Erster das Handtuch wirft. Aber vielleicht übernimmt ja Otto zalando von den Samwers und besiegt dann im Finale Javari nach Punkten… wer’s glaubt!

PS: Ist hier eigentlich gerade der Plan der Samwers gescheitert, zalando an Amazon zu verkaufen?

Eine Antwort zu Javari: Amazon greift Zalando und Mirapodo an

  1. [...] Interessante Meinungen und Diskussionen dazu gibt es u.a. bei Exciting Commerce, Stylr und im WebShopBlog. Was meint [...]