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AJAX - dieses Akronym steht derzeit ganz weit oben auf der Liste der Hype-Technologien, in mehr oder weniger guter Gesellschaft mit Web2.0, SOA und REST. Und das, wie ich finde, mit gutem Grund, denn mit Hilfe dieser Technologie können Webdesigner und Webentwickler einen Bedienkomfort und ein Bediengefühl auf ihre Webseiten bringen, das bislang nur mit Flash möglich war.

(Wer an dieser Stelle aktuelle Neuigkeiten zu einem altbekannten Reinigungsmittel sucht, ist übrigens hier besser aufgehoben :-) )

Pragmatic Ajax - A Web 2.0 Primer (Cover)

Die Grundkonzepte von AJAX sind eigentlich schon lange bekannt, der Einsatz scheiterte aber u.a. an der notwendigen Unterstützung durch die aktuellen Browser-Versionen, und an einem Vorreiter, der die “Lust auf mehr” bei Webentwicklern und Websurfern weckt. Der erste nennenswerte Kandidat war Microsofts Outlook Web Access - ein Webclient für den Microsoft Exchange Server, der ansatzweise wie ein normaler Outlook Client zu bedienen war.

So richtig auf AJAX aufmerksam gemacht wurde die Webgemeinde aber erst durch Google Maps: hier werden Kartendaten per Ajax “im Hintergrund” geladen, so dass ein navigieren über Strassenkarten ohne das Nachladen ganzer HTML-Seiten möglich wurde. Und genau darin liegt ja der wesentliche Unterschied zwischen “normalen” Webseiten, bei denen Inhaltsänderungen nur durch Neuladen der gesamten Seite erscheinen, und “ajaxified” Webseiten (technologische Zwischen- und Fehltritte wie Frames, Flash und DHTML/Layer einmal ausser acht gelassen).


Das Beispiel Google Maps ist auch der Einstiegspunkt in die Programmierung mit Ajax in dem Fachbuch “Pragmatic Ajax - A Web 2.0 Primer” von Justin Gehtland, Ben Galbraith und Dion Almaer, erschienen in der Reihe Pragmatic Bookshelf von The Pragmatic Programmers Ltd. Am Beispiel von Google Maps wird erklärt, was Ajax auszeichnet, und wie relativ einfach mit Ajax programmiert werden kann.

Die Pragmatic Programmers haben mich schon einige Jahre durch meine Softwareentwickler-Leben begleitet, insbesondere mit ihrem Erstlingswerk “The Pragmatic Programmer. From Journeyman to Master.“, meiner Meinung nach eine Pflichlektüre für jeden professionellen Softwareentwickler.

Mit ihrem Beta Book “Pragmatic Ajax” - das Buch ist noch nicht erschienen, kann aber bereits als PDF gekauft werden - liefern die Pragmatic Programmers einen praktischen, verständlichen und fundierten Einstieg in das Thema Ajax. Es werden grundsätzliche Techniken ebenso vorgestellt wie die wichtigsten Frameworks, die dem Ajax-Entwickler zur Verfügung stehen.

Hier einige Kapitelüberschriften aus “Pragmatic Ajax”:

  • Building Rich Internet Applications with Ajax. What is Ajax. Why now? Whither now?
  • Ajax In Action. What it means to Ajaxify a web application.
  • Ajax Explained. Client-side JavaScript. DOM manipulation. Server access.
  • Google Maps Made Easy. Folks are awed by Google Maps, but it isn’t rocket science
  • Ajax Frameworks. Why you need a framework. Introduction to Dojo and Prototype.
  • Ajax UI, Part I. Using Ajax and JavaScript to provide a rich client user interface.
  • Ajax UI, Part II. Standard patterns. Web forms and effects.

Die vollständie Kapitelliste sowie einige Auszüge aus dem Buch gibt es hier.

Wer schnell in das Thema Ajax einsteigen will der ist hier gut aufgehoben - dank des PDF-Formats kann man innerhalb weniger Minuten mit dem Lesen beginnen.

Was bedeutet Ajax nun für den Betreiber eines Webshops oder für den verantwortlichen Webdesigner? Muss ich das kennen (ja!), muss ich das einsetzen? Meine Empfehlung dazu: Bauen Sie Ajax nicht um der Technologie und des Hypes willen ein, aber lernen Sie Ajax als Instrument kennen, mit dem sich die Usability ihres Webshops verbessern läßt:

  • Dynamsiche Suchmasken (die beim Tippen schon Vorschläge für sinnvolle oder häufig verwendete Suchbegriffe machen
  • Formularfelder, die schon bei der EIngabe den Inhalt überprüfen und dem Kunden sinnvolle Eingabehilfen präsentieren, wie z.B. bei Telefonnumern oder E-Mail-Adressen
  • Einblendung von Zusatzinformationen auf Mausklick in Tool Tipp-Format ohne Nachladen der gesamten Seite
  • uvm.

Oder gehen Sie in die Offensive (wenn es zu Ihrer Zielgruppe passt) und stellen Sie die Bedienung komplett auf Ajax um. So können Sie vielleicht der Ajax-Vorreiter im deutschen E-Commerce werden und den entsprechenden Buzz für die Kundengewinnung nutzen. Vergessen Sie dabei aber bitte die Erwartungshaltung Ihrer Kunden nicht - denn die bestimmt wesentlich die Usability ihres Webshops.

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