Fotos kaufen und verkaufen: Fotolia
16.11.2005 von Stefan
Musik, Filme, Spiele - diese drei Begriffe stehen im Fokus der aktuellen Medienberichte (und Gerichtsverfahren) rund um geistiges Eigentum, Raubkopien und Tauschbörsen. Während die Diskussion dank Googles Scan-Orgien inzwischen auch auf Bücher übergreift, geht Fotolia im Bereich der Fotos und Bilder in die Offensive und schafft eine legale Plattform für den Verkauf von Bildrechten.
Es geht nämlich auch anders - oft werden Lizenzbestimmungen nicht aus purer Bosheit umgangen, sondern aus mangel an legalen Alternativen.
Während bei Musik, Filmen und Spielen die Lizenzgeber (Filmstudios usw.) gefragt sind, beim Vertieb ihrer Produkte neue, zeitgemäße Wege zu gehen, wie ABC dank Steve Jobs mit dem Verkauf von aktuellen Lost-Folgen via iTunes, liegt die Sache bei vielen Bildern und Fotos anders:
Wer für seinen privaten oder semi-professionellen Webauftritt passendes Bildmaterial sucht, der greift oftmals zu Google Images und klaut sich das passende Bild von der erstbesten Seite. Das Recht am Bild wird ignoriert, der Fotograf schaut in die Röhre. Zumal er keine etablierte Möglichkeit hat, seine Bilder kostenpflichtig anzubieten.
Hier setzt Fotolia an: Eine P2P-Plattform, bei der jeder als Käufer und Verkäufer auftreten kann. Die Preise für einfache Bilder sind so moderat, dass sich auch ein privater Webmaster gerne dort bedient.
Das Bedienkonzept nutzt aktuelle Technologien wie AJAX, RSS-Feeds und Tagging, wirkt aber aufgeräumt und komfortabel. Die Preise für Bilder variiieren zwischen einigen Cents für die Nutzung im Web bis zu mehreren Tausend Euro für die Exklusivrechte an einem Bild. Die Bilder nutzen dabei kein Digital Rights Management (DRM), im Gegensatz zu z.B. Getty Images.
Insgesamt ein innovatives und schön umgesetztes Geschäftsmodell, das in der 6-monatigen Beta-Phase immerhin knapp 10.000 registrierte Benutzer mit ca. 130.000 Bildern angezogen.
(Gefunden via TechCrunch.com)
Ergänzung:
Die Macher von http://www.istockphoto.com verfolgen ein sehr ähnliches Konzept, sind aber bislang noch nicht so international aufgestellt.